Die Blutegeltherapie

 

Die Blutegeltherapie ist eine Methode , die zu den Blutentziehungsverfahren gehört.

Blutentziehungen wurden seit jeher bei Krankheiten angewendet . In der Geschichte der meisten Naturvölker finden sich Hinweise auf den therapeutischen Einsatz der Blutentziehung . Ausgenommen davon waren China und Japan . Dort wurde die Blutentziehung aus religiösen Gründen nicht durchgeführt.Zu den Blutentziehungsverfahren gehört auch das blutige Schröpfen und der Aderlass.

Was macht die Wirkung der Blutegel aus

Die Wirkung der Blutegelbehandlung wird nicht nur durch den Blutverlust hervorgerufen. Die Blutegel saugen zwar während der Behandlung Blut , dies jedoch keine besonders große Menge.

Die Wirkung beruht auf die lokale Blutentziehung mit Ihren entlastenden , entstauenden Effekten hinaus. Der Unterschied zwischen einer Blutegelbehandlung und den anderen blutentziehenden Maßnahmen ist der , dass der Egel während des Saugens ein Sekret abgibt . Dieses Sekret vor allem ist für die vielen verschiedenen Wirkungen des Blutegels verantwortlich.

Dieses Sekret ist noch nicht vollständig erforscht. Der wohl bekannteste Bestandteil ist das Hirudin . Es wirkt lokal gerinnungs-und entzündungshemmend. Des weiteren gibt es noch andere verschiedene Bestandteile die noch nicht ganz erforscht sind . Es ist beispielsweise auch noch nicht erforscht worauf der schmerzstillende Effekt beruht , der oft schon beobachtet werden kann.

Krankheiten bei denen Blutegel angewendet werden können

 

Krampfadern

Ohrgeräusche

Spannungskopfschmerz

Migräne

Arthrose

Wirbelsäulenschmerzen

Ischiasschmerzen

Wie bei allen Methoden gibt es Fälle bei denen die Blutegeltherapie nicht den gewünschten Effekt erzielt . Eine Möglichkeit , dies schon vor der Behandlung zu erkennen , ist mir nicht bekannt . Es kommt immer auf einen Versuch an.

Wann darf auf keinen Fall eine Blutegelbehandlung durchgeführt werden

 

Wichtigster Grund ist eine angeborene Blutgerinnungsstörung. Auch Störungen der Blutgerinnung , die durch Medikamente verursacht werden , können teilweise eine Durchführung der Therapie ausschließen .Zu diesen Medikamenten gehören Marcumar , Heparin .

Die Therapie mit ASS oder andere Vergleichbare Präparate ist keine absolute Gegenanzeige . Man muss sich jedoch auf eine verlängerte Nachblutung einstellen.

Auch Abwehrgeschwächte Patienten die eine Immunsuppressive Therapie machen sind von dieser Therapie ausgeschlossen.

Häufige Nebenwirkungen

 

Nach fast jeder Behandlung tritt um die Bissstellen eine lokale Reaktion auf. Nach 2 bis 48 Stunden erscheint eine Rötung , die mit Schwellung und Juckreiz einhergeht. Diese Reaktion ist mit einem Mückenstich vergleichbar . Sie scheint durch eine Substanz im Sekret des Blutegels verursacht zu  werden , die unserem körpereigenen Histamin ähnelt. Histamin verursacht bei uns allergische Reaktionen . Dazu gehört unter anderem eine Gefäßerweiterung . Da die durch den Blutegel hervorgerufenen Reaktionen infolge der Ähnlichkeit der Substanzen eine Allergische Reaktion gleichen , aber keine echte Allergie auf den Blutegel darstellen , wird diese Reaktion als pseudoallergisch bezeichnet.

Diese auf die direkte Umgebung der Bissstellen begrenzte Wirkung ist je nach individueller Situation verschieden stark ausgeprägt. Der Juckreiz kann äußerst quälend sein und dazu führen , das sich die Patienten kratzen. Es entsteht die Gefahr der Wundinfektion . Juckreizstillende Maßnahmen wie Salben gegen Mückenstiche , Quarkumschläge verringern den Juckreiz.

Sonstige Nebenwirkungen

 

Kreislaufreaktionen

Blutergüsse

Narben

Verlängerte Nachblutungen

Allergien

Wundheilungsstörungen

Wundinfektionen

Schwellungen